Des Abends wenn ich mich zur Ruh begib,

schau ich zum Sternenhimmel strahlend Licht.
Sag ganz zart: „Ich hab dich lieb“
Du hörst es, ein Stern ganz leis’ es spricht.
Unsere Gedanken, Sehnen und Hoffen,
weil wir uns von Herzen lieben,
sind nur eins, ganz ehrlich offen
sag ich’s, von mir tausendmal geschrieben.

Das Schicksal, nahm einst seinen Lauf
und trennte uns, vielleicht auf Jahre?
Ich pfeif auf Schicksal, bau nie drauf,
Vertrau auf Gott, bis wieder ich in deine Arme.

Dann halt mich fest, auch ich greif zu
und mache gut, was ich versäumt.
Ich schließ die Augen, halt bei dir Ruh
erleb den Traum, den ich so oft geträumt.

Marseille, den 28.11.1945

 

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